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Luftdichtheitsmessung für KfW

Wir prüfen die Dichtheit einzelner Räume, einzelner Wohneinheiten, von Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie großen Gebäuden (z.B. Hallen, Schulen, Verwaltungsgebäude, Industriegebäude u.ä.) nach EnEV, DIN 4108-7, DIN V 18599 in den jeweils gültigen Fassungen.
Zum Einsatz kommen Original Minneapolis BlowerDoor Messsysteme (z.B. MultipleFan) mit digitalen Druckmessgeräten DG-700. Die Datenaufzeichnung und Auswertung erfolgt mit Original Software für BlowerDoor Messungen (z.B. TECTITE Express 4.1.49.0 oder TECLOG3 MultipleFan) je nach Einsatzgebiet. Wir arbeiten mit Software und Messgeräten der neuesten Versionen.

Unsere Blower-Door Luftdichtheitsprüfungen und die dazugehörigen Prüfberichte entsprechen den höchsten Anforderungen, sind normgerecht und für den EnEV-Nachweis bzw. zur Vorlage bei der KfW, anderen Banken oder Förderstellen verwendbar.


Mehrwert:
Bei einer Blower Door Luftdichtheitsprüfung eines Gebäudes ermitteln wir nicht nur die Volumenströme und Luftwechselraten bei 50 Pa Differenzdruck, sondern wir berechnen auch ohne zusätzliche Kosten den durchschnittlichen Energieverbrauch in kWh pro Jahr, der nur durch Luftundichtigkeiten in der Gebäudehülle entsteht. Ein echter Mehrwert für den Kunden.

BlowerDoor FanCoach:
Wir berechnen bereits vor Angebotserstellung die genaue Anzahl von BlowerDoor Messventilatoren die benötigt werden, um den Aufwand und somit die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Dieser Service und die Angebotserstellung sind natürlich kostenfrei.



Nicht jede Luftdichtheitsmessung darf BlowerDoor Test genannt werden. Auf dem Markt sind mittlerweile auch Geräte anderer Hersteller. Nur wer mit einem Original BlowerDoor MessSystem der BlowerDoor GmbH arbeitet, kann BlowerDoor Messungen unter diesem Namen anbieten. Die Verwendung des Namens BlowerDoor als generelles Synonym für Luftdichtheitsmessung oder für Fremdgeräte ist unzulässig.

Wir arbeiten ausschließlich mit dem Original MessSystem "Minneapolis BlowerDoor" mit digitalem Druckmessgerät "DG-700".

Unsere Kooperationspartner, für die wir Luftdichtheitsprüfungen mit dem Original BlowerDoor MessSystem durchführen, dürfen daher den Namen "BlowerDoor" in ihren Publikationen verwenden.

Wir haben uns für das Original BlowerDoor MessSystem entschieden... und wir wissen warum wir das tun!

Ein Blower Door Test ist ein Differenzdruckmessverfahren und wird u.a. auch Luftdichtheitstest, Luftdichtheitsprüfung oder einfach Dichtheitsprüfung genannt.



Es gibt 2 Prüfverfahren:

Verfahren A = Prüfung des Gebäudes im Nutzungszustand

Verfahren B = Prüfung der Gebäudehülle

In der Vergangenheit gab es immer wieder Diskussionen, ob Verfahren A oder B das Richtige sei. Frühere EnEV ließen diese Frage offen.
Mit Einführung der EnEV 2014 wurde auch das Prüfverfahren für Blower-Door Luftdichtheitsprüfungen neu geregelt und Verfahren B zum anzuwendenden Verfahren erklärt.
Ab 1. Mai 2014 werden Gebäude daher grundsätzlich nach Verfahren B überprüft um eine generelle Vereinheitlichung bei der Durchführung von Luftdichtheitsprüfungen zu erreichen.
Der Unterschied zwischen Verfahren A und B liegt in der unterschiedlichen Gebäudevorbereitung (temporäre Abdichtungen). Absichtlich vorhandene Öffnungen und Bauteile der ventilatorgestützten sowie freien Lüftung werden bei Verfahren B beispielsweise abgedichtet.

Wir sind der Überzeugung, dass diese Vorschrift momentan absolut falsch bzw. unzureichend ist. Ergebnisse aus einer Luftdichtheitsprüfung nach Verfahren B sind realitätsfern und sagen nichts über den tatsächlichen Luftwechsel und den Energieverbrauch durch den Luftaustausch eines Gebäudes aus. Es bringt nichts, notwendige Öffnungen am Gebäude temporär abzudichten um temporär ein "gutes" Messergebnis einzufahren, nach der Messung die Abdichtungen zu entfernen und die Leckage somit wieder frei zu legen. Das ist eine grobe Verfälschung der Messergebnisse.

Bei der Erstellung und Verabschiedung der EnEV 2014 waren also mal wieder "richtige Experten" am Werk! Diese Vorgabe muss unbedingt und bald geändert werden.

Wer trotzdem ein realitätsnahes Ergebnis zum Luftwechsel seines Gebäudes haben möchte, für den führen wir natürlich auch gern weiterhin die Blower Door Luftdichtheitsprüfung nach Verfahren A durch.
In Österreich werden Blower-Door-Test´s grundsätzlich nach Verfahren A durchgeführt. In Deutschland muss es eben Verfahren B sein.



Mit dem Minneapolis BlowerDoor MultipleFan werden sehr große Gebäude, wie z.B. Industriehallen, Mehrfamilienhäuser, Büro- und Verwaltungsgebäude, Schulen, etc. auf Luftdichtheit überprüft. Bei einem MultipleFan werden pro Tür max. 3 BlowerDoor Messgebläse gleichzeitig benutzt und per Computer angesteuert (siehe Abb.). Das MessSystem ist beliebig je nach Größe des Messobjektes erweiterbar.

Nach EnEV 2014 Anlage 4 darf bei Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden mit einem Luftvolumen > 1500 m³
bei einer Druckdifferenz zwischen innen und außen von 50 Pa der gemessene Volumenstrom bezogen auf die Hüllfläche des Gebäudes folgende Werte nicht überschreiten:

- bei Gebäuden ohne raumlufttechnische Anlagen q50: 4,5 m³/(m²h)

- bei Gebäuden mit raumlufttechnischen Anlagen q50: 2,5 m³/(m²h)

Die Messung erfolgt mit digitalen Druckmessgeräten DG-700. Es werden alle gemessenen Daten per Datenlogger TECLOG 3.1 zusammengeführt und zur Protokollerstellung aufgezeichnet. Der Auftraggeber erhält so genaueste Messergebnisse auch bei großen Gebäuden. Der kompliziert aussehende Aufbau der Messeinrichtung ist für Routiniers und bei Vorhandensein der richtigen Technik recht einfach.


Einbau eines Minneapolis BlowerDoor MultipleFan mit 3 Gebläsen in einer Standard-Tür einer Industriehalle in Erfurt


Aufzeichnung der Messwerte per Datenlogger



Die Luftdichtheit der Gebäudehülle muss sein! Das früher viel publizierte "atmende Haus" ist ein Irrglaube. Durch eine luftdichte Gebäudehülle wird sehr viel Heizenergie eingespart und die Bausubstanz wird geschützt. Durch Leckagen in der Luftdichtheitsschicht eines Gebäudes kann feuchte Raumluft in die Baukonstruktion eindringen und diese im Bereich der Taupunktebene befeuchten. Schimmel- und Schwammbildung in der Konstruktion sowie Insektenbefall (z.B. durch Hausbock, Holzwurm) an Holzbauteilen sind die Folge.

Setzen Sie besonders beim Dachausbau auf dauerhafte Sicherheit! Dauerhaft heißt mindestens 50 Jahre. Durch eine luftdichte Gebäudehülle wird die Standdauer eines Gebäudes wesentlich verlängert. Die Luftdichtheit ist die Grundvoraussetzung für den ordnungsgemäßen Wärme-, Brand und Schallschutz eines Hauses (auch sommerlicher Wärmeschutz).

Bestehen Sie als Bauherr beim Neubau eines Hauses oder bei der Altbausanierung auf die Durchführung eines Blower Door Tests, denn nur so kann geprüft werden, ob der geforderte Qualitätsstandard tatsächlich umgesetzt wurde. Bei Ankündigung des BlowerDoor Tests wird durch die ausführenden Handwerker von Anfang an viel sorgfältiger gearbeitet. Die Bauherrschaft erspart sich dadurch viel Ärger.


Wer ist für die Einhaltung der EnEV verantwortlich?

Der Bauherr! ... und die durch ihn beauftragten Personen (Auftragnehmer). Verstöße gegen die EnEV können mit empfindlichen Geldbußen belegt werden.


Normen und Verordnungen für Deutschland: DIN EN 13829, DIN 4108-7, EnEV 2002, EnEV 2004, EnEV 2007, EnEV 2009, EnEV 2014
nach EnEV 2014 Anl. 4 anzuwendendes Verfahren: B

Normen und Verordnungen für Österreich: ÖNORM EN 13829, OIB-RL 6 und ÖNORM EN B 8110, anzuwendendes Verfahren: A



... ist eine thermografische Untersuchung in Verbindung eines gleichzeitig durchgeführten Blower-Door-Tests. Die Aussagekraft der Thermogramme wird durch Druckdifferenzen im Gebäude zusätzlich enorm verstärkt. Besser geht`s nicht.

Bedingung: Temperaturdifferenz außen - innen von 10 K

Methode:  Es wird im Gebäude per Blower-Door ein stabiler Unterdruck von 50 Pa über einen Zeitraum von > 30 Minuten gehalten. Die nun durch Leckagen einströmende kalte Außenluft kühlt die Bauteiloberflächen soweit aus, dass diese Problemstellen nun mit der Infrarotkamera problemlos nachgewiesen und dokumentiert werden können. So lassen sich auch nicht sichtbare Leckagen an bereits beplankten Dampfbremsfolien (z.B. hinter Gipskarton) problemlos nachweisen.

Die Dateien der Wärmebilder werden dem Kunden elektronisch zur Verfügung gestellt und sind geeignet zur Ansicht und/oder Bearbeitung mit der Gratissoftware "FLIR Tools" oder u.a. der Kaufversion FLIR Tools+.

Beispiele - von innen bei einem Unterdruck von -50 Pa aufgenommen:

undichter Dach- / Wandanschluss bei einer Temperaturdifferenz innen/außen von nur 5 K.



Eindringende Kälte bei 50 Pa Unterdruck an einem Dielenfußboden. Komplette Bereiche zwischen den Deckenbalken werden deutlich ausgekühlt. Zugluft auch in den Bereichen der Dielenfugen erkennbar.



Eindringende Kälte bei 50 Pa Unterdruck am Dielenfußboden im Bereich der Fußpfette (blaue "Windfahnen" deutlich erkennbar)



Eindringende Kälte bei 50 Pa Unterdruck an defekter Dampfbremsfolie. Die durch Leckagen in der Dampfbremsfolie einströmende Kaltluft kühlt nach einiger Zeit auch die Bauteiloberflächen der darüber montierten bzw. beplankten Baustoffe aus (hier Gipskartonplatte an einer Gaubenwange)



Immer wieder klagen Bauherren über "ziehende" Steckdosen. Und das mit Recht!

Hier der Nachweis:

auffällig: Verlauf der vertikalen LeerrohreMassives Mauerwerk mit unverschlossenen Leerrohren (Innenwand!). Kaltluft kommt vom darüberliegenden unbeheizten Dachboden (BV in Halle)

Dieses Wärmebild zeigt bei einem bestehenden Unterdruck von 50 Pa im Gebäudeinneren, den genauen Verlauf den die kalte Außenluft im Mauerwerk vertikal über Leerrohre nimmt, um schließlich an den Steckdosen (im unteren Bildbereich zu sehen) auszutreten. Hier besteht die Gefahr, dass viel Raumluftfeuchte über die Elektroinstallation in die obere beheizte Geschossdecke eingetragen wird (Konvektion). Die Folge können Kondenswasseranfall in der Deckenkonstruktion sowie Befall von Schimmelpilzen, Schwämmen und holzzerstörenden Insekten an Holzbauteilen sein. Auch unverschlossene Mauerkronen sind ursächlich für "ziehende" Steckdosen. Mit Hilfe einer thermisch hochempfindlichen Infrarotkamera in Verbindung eines BlowerDoor Luftdichtheitstests können solche Baufehler schnell und sicher nachgewiesen werden.

Nach DIN 4108-7 sind in Massivwänden, welche die luftdichte Ebene darstellen und aus verputztem Mauerwerk mit Hohlräumen bestehen, für die Elektroinstallation Geräte- und Verbindungsdosen in luftdichter Ausführung zu verwenden.

Nach DIN 1805-2 darf eine luftdichte Gebäudehülle durch die Elektroinstallationen nicht unzulässig beeinträchtigt werden. Aus diesem Grund ist es notwendig bei Installationen an der Gebäudehülle luftdichte Geräte- und Verteilerdosen einzusetzen. Leerrohre von innen nach außen führend, sind entsprechend luftdicht zu verschließen. 

Die EnEV schreibt außerdem vor, dass zu errichtende Gebäude so auszuführen sind, dass die Wärme übertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abzudichten ist.



Hier finden Sie wichtige Informationen über die BlowerDoor Messung zum Download und zum Ausdrucken als pdf-Datei. Zum Download die Bildsymbole einfach anklicken.

Für den Inhalt dieser Informationsblätter ist ausschließlich die "BlowerDoor GmbH MessSysteme für Luftdichtheit" verantwortlich.

WICHTIG: Die darin enthaltenen Preisangaben sind lediglich Richtlinien und spiegeln marktübliche Kosten wieder. Wir distanzieren uns daher von diesen angegebenen Preisen. Blower Door Messungen sind durchaus günstiger zu haben.


"Die BlowerDoor-Messung"


"Wenn der Sturm im Haus tobt" ...  Sturm? Stimmt das überhaupt? Nimmt das Gebäude durch diese Messung Schaden? Nein. Die Luftströmung im Gebäude ist nur so groß, wie Luft durch Leckagen nachströmen kann. In fast dichten Gebäuden ist also kaum eine Luftströmung wahrnehmbar. Also keine Angst vor Schäden oder Verunreinigungen. Es wird nur eine Windstärke 5 auf die Gebäudehülle simuliert. Windböen des Alltages, die ständig auf das Gebäude einwirken, können deutlich stärker sein.



Die bestehende Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) schreibt im § 6 die Luftdichtheit der Gebäudehülle für ALLE zu errichtende Gebäude zwingend vor. Bereits in der Wärmeschutzverordnung `95 und in den vorangegeangenen Energieeinsparverordnungen war für Neubauten die Luftdichtheit vorgeschrieben.

Im Anhang 4 ist hierzu das Nachweisverfahren geregelt. Die Blower Door Messung ist nach DIN EN 13829 u.a. das vorgeschriebene Verfahren zur Messung der Luftdichtheit. Für Häuser mit raumlufttechnischen Anlagen (Lüftungsanlagen), KfW-Effizienzhäuser sowie Passivhäuser ist die luftdichte Gebäudehülle notwendige Voraussetzung.

Blower Door Messungen sollten bereits während der Bauphase, zur Behebung eventueller Mängel der Luftdichtheitsschicht durchgeführt werden. Eventuelle Leckagen können so im Beisein der ausführenden Handwerker noch während der Messung sofort verbessert bzw. optimiert werden. Eine baubegleitende Überprüfung der Luftdichtheit ist daher unbedingt empfehlenswert! Die abschließende Luftdichtheitsprüfung erfolgt dann nach Beendigung aller Baumaßnahmen bzw. Mängelbeseitigung, also im Nutzungszustand.

Mit einer Blower Door Messung wird die Luftdurchlässigkeit mengenmäßig bestimmt und die sogenannte Luftwechselrate pro Stunde ermittelt. Bei einer Druckdifferenz zwischen innen und außen von 50 Pa wird hierbei der Volumenstrom, bezogen auf das beheizte Raumvolumen, gemessen.

Eine BlowerDoor Luftdichtheitsprüfung gehört bei jedem Hausbau mittlerweile zum Standard und ist "Stand der Technik".

Aber auch zu dicht ist nicht unbedingt gut. Auf einen hygienischen Mindestluftwechsel ist unbedingt zu achten. DIN 4108 –T 2 (7) geht von einem durchschnittlichen Luftwechsel von 0,5 1/h aus. Bei dichten Gebäuden ohne raumlufttechnische Anlage ist auf jeden Fall eine regelmäßige Stoßlüftung durchzuführen.



(1) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass die wärmeübertragende Umfassungsfläche einschließlich der Fugen dauerhaft luftundurchlässig entsprechend den anerkannten Regeln der Technik abgedichtet ist. Wird die Dichtheit nach Satz 1 überprüft, kann der Nachweis der Luftdichtheit bei der nach § 3 Absatz 3 und § 4 Absatz 3 erforderlichen Berechnung berücksichtigt werden, wenn die Anforderungen nach Anlage 4 eingehalten sind.

(2) Zu errichtende Gebäude sind so auszuführen, dass der zum Zwecke der Gesundheit und Beheizung erforderliche Mindestluftwechsel sichergestellt ist.

Auszug: EnEV 2014


Es ist heute noch ein weit verbreiteter Irrtum, dass ein Gebäude undicht sein sollte, um einen Luftaustausch zu gewährleisten. Von einer dichten Gebäudehülle erwartete man früher Schäden an der Bausubstanz. Genau das Gegenteil ist der Fall. Für den plötzlich auftretenden Schimmel machte man schnell die neu eingebauten, dichteren Fenster oder die Dampfsperre beim Dachausbau verantwortlich. Das ist aber so falsch! Richtig wäre, dass hier der U-Wert der nun neuen Fenster nicht besser sein sollte, als der U-Wert anderer Bauteile (z.B.Wände), da sich Tauwasser immer zuerst an den kühlsten Bauteiloberflächen im Gebäude niederschlägt. Sind also durch Tauwasser feucht werdende Fenster durch bessere Fenster erneuert worden, ist es durchaus möglich, dass sich nun Tauwasser in den nun kühleren Wandecken, bedingt durch geometrische Wärmebrücken in Abhängigkeit des Taupunktes, niederschlägt. Es ist also empfehlenswert, beim Einbau neuer Fenster auch die ordnungsgemäße Dämmung der Außenwände und des Daches zu überprüfen bzw. zu verbessern. Der hier auftretende Schimmelpilzbefall hat aber nichts mit der Dichtheit des Gebäudes zu tun. Die gesamte Bauphysik des Gebäudes muss stimmen und zusammen harmonieren.

Eine undichte Gebäudehülle gilt heute als ein erheblicher Qualitätsmangel am Gebäude und ist Ursache für eine schlechte Dämmung, was hohe Energiekosten dauerhaft zur Folge hat. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass durch diese Undichtigkeiten Bauschäden entstehen und das Wohlbefinden der Hausbewohner durch Zugluft, Lärm, Gerüche, Ungeziefer, usw., erheblich beeinträchtigt wird. Warme Raumluft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und transportieren als kalte Luft. Gelangt die warme Raumluft in kühlere Bereiche der Konstruktion, so fällt Tauwasser aus. Durch kleinste Undichtigkeiten der Luftdichtheitsschicht wird warme und feuchte Raumluft in die Konstruktion eindringen und im Bereich der Taupunktebene die Konstruktion durchfeuchten und zerstören. Dämmstoffe, wie z.B. Mineralwolle, sind luftdurchlässig und dämmen nur ordnungsgemäß in Verbindung einer Luftdichtheitschicht.

Eine BlowerDoor Luftdichtheitsprüfung (BlowerDoorTest) gehört daher bei jeder Baumaßnahme an beheizten Gebäuden (Alt- und Neubau) zum Standard.



Mit einer luftdichten Gebäudehülle lässt sich nicht nur etwas für den Klimaschutz tun, sondern auch richtig Geld sparen ... Jahr für Jahr.

Eine noch so gute Dämmung wird praktisch wirkungslos, wenn keine Luftdichtheit gegeben ist. Sie dämmt dann nur bei Windstille ordnungsgemäß, also bei Null Druckdifferenz. Mineralwolle gilt nicht als luftdicht und benötigt zusätzlich eine Luftdichtheitsebene (z.B. Dampfbremse), um eine Dämmwirkung zu gewährleisten.

Aus Messerfahrung haben ältere Häuser, die bis in die 90-er Jahre gebaut wurden, nicht selten Luftwechselraten (n50-Wert) von 7 [h-1] und darüber.



Bei einem angenommenen Nettoraumvolumen von 500 m³ (normales EFH) und einer Luftwechselrate 7, ergeben sich Kosten für den Luftaustausch pro Jahr unter natürlichen Bedingungen von ca. 653 € *. Würde man die Luftwechselrate auf 1 minimieren, würden für den natürlichen Luftwechsel nur ca. 93 € * pro Jahr entstehen. Das wäre eine Ersparnis von ca. 560 € * Jahr für Jahr !!!            (* Werte für ein Einfamilienhaus mit Gasheizung Standort Erfurt, bei Elektroheizung Werte mit 2,5 multiplizieren)



Die Berechnung zum download:

Luftwechselrate 1 pdf-Dokument

Luftwechselrate 7 pdf-Dokument

Gern berechnen wir Ihnen die Einsparung, die durch Verbesserung der Luftdichtheit erreicht werden kann, ganz individuell für Ihr Gebäude, nach den gegebenen Heizungs- und Standortverhältnissen. Für unsere Kunden ist dies eine kostenlose Serviceleistung.

Die Überprüfung und Herstellung einer luftdichten Gebäudehülle ist also nicht nur für Neubauten interessant!

Das Energiesparen mit sogenannten Energiesparlampen und abschaltbaren Steckerleisten ist zwar sinnvoll, aber macht prozentual eher den geringsten Anteil aus. Das wirkliche Einsparpotential befindet sich im Bereich der Gebäudehülle (wärmeübertagende Umfassungsfläche).



Um zu einer aussagekräftigen Messung zu kommen, sollten Baufortschritt und Messtermin folgendermaßen abgestimmt werden:

Das Gebäude sollte sich in einem Zustand befinden, der weitgehend dem späteren bewohnten Zustand entspricht. Alle Bauteile und Komponenten, die auf die Dichtheit einen wesentlichen Einfluss haben, sollten angebracht sein.

  • die Messung ist zu jeder Jahreszeit möglich
  • fertige Montage aller Türen und Fenster 
  • die massiven Außenwände sollten innenseitig vollflächig verputzt sein
  • Montage der Luftdichtungsschicht im Leichtbaubereich (PE-Folie)
  • Sicherung der PE-Folie mit Konterlatten 60 Pa entspr. 6 kg/m²)
  • Luftdichte Anschlüsse zwischen verschiedenen Bauteilen
  • fertige Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Lüftungsinstallation
  • mit Wasser gefüllte Geruchsverschlüsse im Sanitärbereich
  • Stromanschluss: 230 V, ca. 1000 W

Bei der baubegleitenden Untersuchung sollten alle Stellen, die erfahrungsgemäß die gravierendsten Quellen für Leckagen sind, noch zugänglich sein, damit nach Durchführung des Tests noch Nachbesserungen möglich sind. Das heißt vor allem, dass die raumseitige Verkleidung im Trockenbaubereich, (wie Gipskarton, Paneele, usw.) und ggf. die innere zweite Dämmschicht noch nicht eingebaut sein sollte. Wichtig für die Unterdruckmessung ist allerdings, dass die Dampfbremse bzw. Dampfsperre mittels Lattung vor dem Abreißen gesichert ist.



Profitieren Sie von unserer hochmodernen digitalen Technik durch genauere Messergebnisse auch bei Wind! Unser Prüfgerät wird dazu mit einem Laptop verbunden und damit vollautomatisch über ein spezielles Prüfprogramm gesteuert. Mit dem DG-700 ist es möglich, einen konstanten Druck auch bei Leckagen aufzubauen und zu halten. Die Drehzahl wird automatisch den ständig veränderten Bedingungen angepasst. Somit können die n50 -, w50 - und q50 - Werte sofort baubegleitend verbessert und die Dichtheit des Gebäudes optimiert werden.


Minneapolis BlowerDoor Luftdurchlässigkeitsmessgerät mit DG-700 (Standard)

  • digital und automatisch durch digitales Druckmessgerät DG-700
  • Einbau in Haustür, Terrassentür oder Rohbauzargen
  • passend von 0,70 m x 1,30 m bis 1,14 m x 2,41 m
  • Messbereich: 19 - 7200 m³/h bei 50 Pa
  • Messbereich 35 - 180 m³/h für sehr dichte Gebäude oder einzelne Räume
  • Messgenauigkeit: ± 1 % vom Ablesewert oder 0,15 Pa vom Ablesewert
  • Anzeigegenauigkeit: 0,1 Pa
  • rechnergesteuerte BlowerDoor Messung
  • konst. 50 Pa-Einregulierung und Darstellung des aktuellen n50-Wertes
  • Aufnahme und Auswertung der natürlichen Druckdifferenzen
  • Datenerfassung mittels Notebook vor Ort und sofortige Auswertung
  • genaueste Messergebnisse auch bei Wind
  • Auswertung der nat. Druckdifferenz und des Volumenstromes bei 50 Pa
  • Anschluss: 230 V / 600 Watt
  • Prüfung von Lüftungsanlagen mit Luftstrombox 14 m³/h - 200 m³/h

Software:

  • TECTITE Express 4.1.49.0 (neueste Version)
  • TECLOG 3
  • Ermittlung der Kennwerte gemäß DIN EN 13829, EnEV und DIN 4108-7
  • Erstellung Dichtheits-Zertifikate



Nachdem das Prüfgerät für den Blower Door Test in einer entsprechenden Hausöffnung (Terrassentür, Haustür) installiert wurde, wird durch den Prüfer eine Hausbesichtigung vorgenommen. Hierbei werden alle Außentüren, Fenster und sonstige Öffnungen geschlossen. Abwasser- und Entlüftungsrohre werden temporär mit Gummiblasen oder Blindstopfen verschlossen und Geruchsverschlüsse mit Wasser befüllt. Kleinere Undichtigkeiten werden mit Klebeband abgeklebt. Nachdem augenscheinlich "alles dicht" ist, kann die Messung beginnen. Hierzu werden in die Eingabemaske des Prüfprogrammes, die Prüfnorm, die Daten zum Haus und - ganz wichtig - die Daten der Raumgeometrie eingegeben. 

Zuerst wird mit der BlowerDoor im Gebäude ein konstanter Unterdruck von 50 Pa aufgebaut. Nach dem Erreichen dieser konstanten Druckdifferenz, können sofort am Laptop der n50 - Wert (Luftwechselrate), der Volumenstrom, der Gebläsedruck, der Gebäudedruck, sowie die nat. Druckdifferenz abgelesen werden. Der Prüfer begibt sich nun, während dieser Unterdruck durch das Prüfgerät gehalten wird, mit dem Bauherren bzw. Auftraggeber auf Leckagesuche. An kleinsten Undichtigkeiten im Gebäude wird hier deutliche Zugluft spürbar sein (Fenster, Türen, Steckdosen, Lichtschalter, Revisionsöffnungen, u.ä.). Soweit möglich, werden vorhandene Leckagen sofort durch den Prüfer selbst, oder durch die ausführenden Handwerker abgedichtet. Das Prüfgerät reagiert sofort auf die veränderten Druckverhältnisse im Gebäude und passt automatisch die Drehzahl des Lüfterrades an, um den Prüfdruck bei konstant 50 Pa zu halten. Diese Maßnahme hat eine sofortige Verbesserung (Absenkung) des n-50 Wertes zur Folge.

Nachdem alle zur Messung möglichen Abdichtungsmaßnahmen vorgenommen wurden, beginnt nun die eigentliche Messung nach Messnorm EN 13829. Hierzu werden eine Über- und eine Unterdruckmessung durchgeführt, bei der jeweils 10 Messpunkte bei 60 Pa, 55 Pa, 50 Pa, 45 Pa, 40 Pa, 35 Pa, 30 Pa, 25 Pa, 20 Pa und 10 Pa gesetzt werden. Aus diesen Messergebnissen werden die n-50, w-50 und q-50 Werte, der Leckagestrom (V50) und die Äquivalenten Leckageflächen bei 4 und 10 Pa ermittelt. Aus den Werten der Unter- und Überdruckmessung wird der Durchschnitt gebildet. Dieser Wert ist das endgültige Messergebnis, über dieses ein Dichtheitszertifikat ausgestellt wird. Wir berechnen auch den Luftwechsel unter natürlichen Bedingungen, der für Energiebedarfsrechnungen und für Lüftungskonzepte notwendig wird.

grafische Darstellung der Messergebnisse

Darstellung von Über- und Unterdruck im selben Diagramm


Vergleich der Messergebnisse

Vergleich der Ergebnisse aus Über- und Unterdruckmessung mit Mittelwerten


Eine Luftdichtheitsprüfung für ein EFH dauert, je nach Aufwand, ca. 2 - 3 Stunden. Alle Messergebnisse werden dann im Büro protokolliert, ausgewertet, ausgedruckt und dem Auftraggeber in einer gebundenen Dokumentation in Papierform und elektronisch als pdf zugeschickt.

Es ist keinesfalls so, dass im Haus ein "Sturm tobt", wie auf einigen Internetseiten oder in den Medien immer wieder zu erfahren ist. Bei einem Haus, welches die Kriterien der Luftdichtheit erfüllt, ist nur eine geringe Luftströmung im Gebäude vorhanden und verringert sich, desto dichter das Haus ist. Es kann nur soviel Luft in bzw. aus dem Gebäude transportiert werden, wie durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle nachströmt.



Wir ermitteln folgende Luftwechselraten:

  • n50 Wert - volumenbezogene Luftdurchlässigkeit
  • w50 Wert - nettogrundflächenbezogene Luftdurchlässigkeit
  • q50 Wert - hüllflächenbezogene Luftdurchlässigkeit

Hierzu ist es notwendig, dass das beheizte Raumvolumen, die beheizte Grundfläche und die beheizte Hüllfläche des zu untersuchenden Gebäudes angegeben werden.



Mancher Bauherr wird zu unrecht belächelt, wenn er die Meinung vertritt, dass es aus den Steckdosen, Lichtschaltern, Einbaustrahlern oder dem Spülkasten seines Hauses "zieht". Durch offene Kabelkanäle, Leerrohre, Hohlwände, Hohllochziegel, Wanddurchbrüche, u.v.m., durch die Außenluft angesaugt wird, kommt es sehr häufig vor, dass Zugluft in diesen Bereichen deutlich spürbar ist. Auch im Bereich von Fenstern, Türen und vor allem an Dampfsperren des Daches sowie deren Wandanschlüsse, treten sehr häufig Undichtigkeiten auf. All diese Leckagen können wir in Kombination des BlowerDoor Testes eindeutig nachweisen. Oft sind Luftströmungen schon mit dem Handrücken deutlich fühlbar.

Die Leckageortung erfolgt wahlweise mit:

  • Thermo-Anemometer (Luftgeschwindigkeitsmesser)
  • Leckageortung mit Infrarotkamera,
    Aufzeigen von Leckagen bei 50 Pa Unterdruck von innen
    Bedingung: Temperaturdifferenz innen - außen > 10 K, incl. elektronischer Übersendung der Bilddateien von Leckagen, geeignet zur Ansicht und/oder Bearbeitung mit der Gratissoftware "FLIR Tools"
  • Rauch
  • Theaternebel

Bei Leckageortungen mit Theaternebel muss vor der Untersuchung die zuständige Leitstelle der Feuerwehr über die geplante Maßnahme informiert werden. Besorgte Anwohner oder Passanten könnten die austretenden Nebelschwaden, die z.B. durch Undichtigkeiten der Dachhaut dringen, für einen Wohnungsbrand halten und die Feuerwehr alarmieren!



Manch Handwerker hörte schon einmal was von Luftdichtheit...

BV in Jena

... das gibt zwar Hoffnung, aber die beste Dampfsperre nützt sehr wenig, wenn die Entlüftungsrohre mit Klebeband nicht auf der Luftdichtheitsschicht, sondern AUF der Gipskartonplatte verklebt werden. Handwerker, für solche Rohrduchführungen gibt es spezielle Manschetten zum sicheren Verkleben auf der Dampfsperre. Allerdings sollten diese Manschetten nicht am Flexschlauch angebracht werden! Die Art des Klebebandes ist außerdem ungeeignet für dauerhafte Verklebungen.




Unvollständig verputztes Mauerwerk und offene Rohr- bzw. Kabeldurchführungen hinter Vorwandelementen. Dadurch treten ständige Zuglufterscheinungen z.B. an Steckdosen oder Spülkästen auf. (BV in Jena)



Falsch abgeklebte Dampfbremsfolie auf dem Gipskarton. Die Dampfbremsfolie ist nicht durchgängig verlegt, sondern an den Trockenbauwänden angestoßen. So kann Raumluftfeuchte in die Dachkonstruktion eindringen und schwere Bauschäden verursachen. (BV in Freyburg)



unverputztes Mauerwerk hinter Vorwandelementen ... Zuglufterscheinungen an allen Fugen (BV in Gera)



unverputztes Mauerwerk im Eckbereich der Wand und falsch abgeklebte Rohrdurchführung an der Dachschräge ( BV in Gera ). Hinter Installationen muss die Wand immer vollflächig verputzt sein. Also erst verputzen - dann installieren!



Die Energieeinsparverordnung (EnEV) gewährt einen Bonus für dichtheitsgeprüfte Gebäude. Setzen Sie bereits bei der Vorplanung einen Dichtheitsnachweis an, dann erhalten Sie einen 15 %igen Bonus auf den Lüftungswärmebedarf. Niedrigenergie- und Passivhäuser werden bereits durch Förderprogramme der Bundesregierung mitfinanziert. Die Luftdichtheit eines Gebäudes ist ein wichtiges Qualitätskriterium.

Die Vermeidung von Lüftungswärmeverlusten ist eine wichtige Voraussetzung um Energie- bzw. Heizkosten einzusparen. Wärme kann über Fugen und Leckagen entweichen. Empfehlenswert ist es, Gebäude schon während der Bauphase auf ihre Dichtheit mit einer BlowerDoor Messung zu überprüfen. Die Energieeinsparverordnung erfordert diese Maßnahme und mit der DIN 4108-7 sind sie anerkannte Regel der Technik.

Die luftdichte Gebäudehülle ist seit DIN V 4108-7 Stand der Technik und seit 1998 anerkannte Regel der Technik zur WSVO '95 (Wärmeschutzverordnung). Die unaufgeforderte Herstellung der Luftdichtheit der Gebäudehülle, durch die ausführenden Planer und Handwerker wird vorausgesetzt und ist Pflicht. Jeder Bauherr hat das Recht auf ein luftdichtes Gebäude. Hierbei müssen die Grenzwerte eingehalten werden. Abweichungen der Werkleistung von den allgemein anerkannten Regeln der Baukunst und Technik begründen grundsätzlich deren Mangelhaftigkeit und einen Gewährleistungsanspruch des Bauherren (verdeckter oder versteckter Mangel).

Grenzwerte des n50-Wertes:

Gebäude mit natürlicher Lüftung:n50 <= 3,0 [h-1] 
Gebäude mit raumlufttechnischer Anlagen:   n50 <= 1,5 [h-1] 
Passivhäuser:n50 <= 0,6 [h-1] 


Abweichend gilt für Wohngebäude und Nichtwohngebäude mit einem Luftvolumen > 1500 m³ die hüllflächenbezogene Luftwechselrate q50.

Der max zul. q50-Wert beträgt hier nach EnEV 2014 Anl. 4:

  • bei Gebäuden ohne raumlufttechnische Anlagen 4,5 m³/m²h
  • bei Gebäuden mit raumlufttechnischen Anlagen 2,5 m³/m²h

ACHTUNG:
Immer wieder werden durch Messdienstleister bei größeren Gebäuden (über 1500 m³ Nettoluftvolumen) ohne raumlufttechnische Anlagen q50-Werte von nur max. 3,0 m³/m²h nachgewiesen bzw. werden so angeboten. Das ist so nicht richtig. Tatsächlich
dürfen größere Gebäude nach EnEV 2014 einen viel größeren Luftwechsel von 4,5 m³/m²h besitzen. Um diesen höheren Luftwechsel jedoch nachweisen zu können, sind je nach Dichtheit der Gebäudehülle unter Umständen bis zu 50 % mehr Gebläse notwendig. Dieser Umstand sollte beim Vergleich von Angeboten unbedingt beachtet werden! Ggf. sind dann kostenintensive Nachträge notwendig, um ein rechtsgültiges Messergebnis zu erhalten.
Die DIN gehen noch von dem geringeren q50-Wert von max 3,0 m³/m²h aus.
Die EnEV ist jedoch eine Verordnung und somit eine Rechtsnorm bzw. ein Gesetz im materiellen Sinn, welche vor den DIN zur Anwendung kommt.

Also:
Für die energetische Bilanzierung nach DIN V 18599 ist ein Bemessungswert für Gebäude ohne raumlufttechnische Anlagen und einem Nettoraumvolumen
> 1500 m³ von q50 ≤ 3 m³/m²h (hüllflächenbezogen) berücksichtigt, siehe
DIN V 18599-2:2 011-12 Tabelle 6. Dieser Bemessungswert nach DIN V 18599 ist ein Standardwert für noch ungeprüfte Gebäude und entspricht der Kategorie I.
Für den öffentlich rechtlichen Nachweis nach EnEV 2014 ist die Anforderung an die Gebäudedichtheit deutlich abgeschwächt. Hier ist gemäß EnEV 2014 Anlage 4 bei Gebäuden mit einem Nettoraumvolumen > 1500 m³ der hüllflächenbezogen Wert q50 ≤ 4,5 m³/m²h einzuhalten. Die Dichtheitsprüfung ist nach Fertigstellung (Verfahren B) durchzuführen.





1. Einzuhaltende Forderung in Regelwerken und Stand der Technik         
(EnEV, DIN 4108-7, DIN EN 13829)

2. Senkung des Energieverbrauches
In Gebäuden mit luftdurchlässiger Gebäudehülle entweicht Warmluft und nachströmende Kaltluft muss zusätzlich aufgeheizt werden.

3. Wohnbehaglichkeit
Bei luftdurchlässigen äußeren Bauteilen wird vorhandene Dämmung unwirksam und so die Behaglichkeit im Winter durch zu niedrige und im Sommer durch zu hohe Innenflächentemperaturen erheblich gestört.

4. Lüftungsanlagen
Mit zuviel Falschluft funktioniert bei Niedrigenergiehäusern unter Umständen das ganze Konzept nicht.

5. Interne Luftströmungen
Innerhalb eines Gebäudes können durch kleine Undichtigkeiten (Installationsdurchführungen) Gerüche verschleppt werden.

6. Schadstoffbelastung
Die Luftdichtung muss bei Leichtkonstruktionen das Eindringen von Schadstoffen aus der Dämmung und der Umwelt verhindern. (Mineralfasern, Stäube, Pollen, Sporen, Gerüche, u.a.)

7. Schallübertragung
Alle Maßnahmen zur Reduktion der Luftschallübertragung versagen bei  Leckagen in der Gebäudehülle. (Fenster- und Türdichtungen, u.a.)

8. Brandübertragung
Durch Luftundichtigkeiten, z.B. an Steigsträngen, Rohren, Installationsöffnungen, usw., können im Brandfall heiße und gesundheitsschädliche Brandgase in  andere Räume und Geschosse eindringen.

9. Bauschäden
Wenn feuchte Innenluft durch Undichtigkeiten in kältere Bereiche der Gebäudehülle (z.B. Innendämmungen) eintritt, kann dort Wasserdampf kondensieren und zu erheblichen Bauschäden nach mehreren Jahren führen!!!  »» Schimmelpilzbildung!!!

 
Deshalb: Sichern Sie sich Ihren Garantieanspruch gegenüber Ihren Baufirmen, solange noch Zeit dazu ist!!!

Bauschäden sind meistens erst nach mehreren Jahren erkennbar und nur mit  sehr kostenintensivem Aufwand zu beheben.

Nicht fachgerecht eingebaute, nicht richtig verklebte oder durch nachträgliche Arbeiten zerstörte Dampfsperren sind meistens die Ursache. Natürlich gibt es  noch viele andere undichte Stellen im Haus  (Fenster, Türen, Steckdosen, Wandanschlüsse zum Dach, Dachflächenfenster, u.v.m.)

Sind Sie sich sicher, dass in Ihrem Haus alles in Ordnung ist?

Eine Luftdichtheitsprüfung Ihrer Gebäudehülle ist dagegen mit einem relativ geringen Aufwand durchführbar.

Dadurch haben Sie die Gewissheit, dass Sie für Ihr gutes Geld auch gute Qualität bekommen haben. Und es schützt Sie vor teuren Reparaturen in der Zukunft.

Geprüft wird die normgerechte Luftdichtheit nach DIN  4108-7, mit dem  „Blower-Door“ Verfahren nach DIN EN 13829 und unter Benutzung zusätzlicher Messtechniken. Es erfolgt eine computergestützte Auswertung, Darstellung und Dokumentation der Messergebnisse mit Dichtheitszertifikat. Die Prüfeinrichtung entspricht der ISO 9972.

Das Prüfgerät für den Blower-Door-Test wird ohne großen Aufwand in den Rahmen der Haus- oder Terrassentür eingespannt. Der Ventilator des Gerätes erzeugt dann im Gebäude ein Über- bzw. Unterdruck von 50 Pa (entspricht dem Druck der Windstärke 5). Austretende bzw. nachströmende Luft wird somit messbar. Es darf bei einem Haustyp mit natürlicher Lüftung max. das 3 fache, bei Häusern mit raumlufttechnischen Anlagen max. das 1,5 fache und bei Passivhäusern das 0,6 fache des Raumluftvolumens pro Stunde ausgetauscht werden. Das sind sehr geringe Werte, die meist nicht erreicht werden. Zusätzlich kann eine genaue Leckageortung mit  Theaternebel (Nebel ist ungiftig!) und eine Luftgeschwindigkeitsmessung durchgeführt werden. Somit sind auch angeblich „ziehende“ Steckdosen endlich mit Messergebnissen belegbar.

Bei einer Nebelprobe wird im Gebäude ein dichter Nebel und Überdruck erzeugt. Der Nebel tritt an der Außenseite des Gebäudes, in der Nähe der undichten Stellen, meist großflächig wieder aus. Der Nebeldurchtritt ist nun problemlos zu fotografieren und der Verursacher ist somit leicht festzustellen. Es empfiehlt sich jedoch, bei Prüfung mit Nebel vor Versuchsausführung die Feuerwehr zu verständigen, da sonst besorgte Nachbarn die Dichtigkeitsprüfung schnell um eine Feuerwehrübung ergänzen
.
 Es sollte daher auf andere Methoden zur Leckagesuche zurückgegriffen werden (Thermo-Anemometer, Thermografie).



Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.


   
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